Phase 7: Loslassen – bevor dir die Energie ausgeht

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Perfektion ist ein Phantom, das Energie frisst.

Viele Frauen, die ich begleite, spannen ihren „Bogen“ im übertragenen Sinn zu weit.
Sie wollen es richtig machen:

  • für ihr Team
  • für die Familie
  • für sich selbst.

Doch Perfektion ist ein Phantom.
Sie sieht aus wie ein Ziel, ist aber ein Trugbild.

Denn selbst wenn du alles richtig machst, bleibt immer ein Detail, das du hättest besser machen können.
Ein Wort anders formuliert, eine Präsentation noch glatter, ein Pfeil noch mittiger im Gold.
Perfektion ist eine Illusion, die uns in Bewegung hält aber nie ankommen lässt.

Artemis, die Göttin der Jagd, hat kein Interesse an Perfektion.

  • Sie braucht keine Bestätigung von außen.
  • Sie weiß, dass sie alles hat, was sie braucht.

Nicht, weil sie unfehlbar ist, sondern weil sie sich selbst vertraut.
Sie folgt ihrer Intuition und genau das macht sie stark.

Das Pareto-Prinzip: Wenn 80 % reichen

Beim Bogenschießen führt zu viel Korrektur schnell am Ziel vorbei.
Auch im Beruf gilt: Wer an den letzten Prozent feilt, verbrennt oft 80 % seiner Energie.
Das Pareto-Prinzip beschreibt genau das; dass meist 20 % des Einsatzes 80 % des Ergebnisses bringen.
Wer das versteht, kann gezielt loslassen und die Energie für das Wesentliche nutzen.

Zeichnung einer Frau beim bogenschießen. Sie hat gerade losgelassen der Pfeil schnellt von der Sehne. Am Pfeil hängt eine noch nicht abgearbeitete Checkliste, Symbol dafür, dass nicht immer alles 1005 ereldigt sein muss.

Was bedeutet das für dich als Führungskraft?

Wenn du führst, erwarten viele etwas von dir und du selbst wahrscheinlich am meisten. Das ist normal.
Aber Erwartungen sind wie zu viele Pfeile im Köcher: Sie machen dich schwer und nehmen dir die Beweglichkeit.

Führung bedeutet nicht, immer alles im Griff zu haben.

Führung heißt, klar zu sehen, was wesentlich ist und loszulassen, was dich lähmt. Du musst nicht alles immer selber machen. Wenn Dein Team dir vertraut, weil du aufrichtig bist (s. Phase 2), musst du nicht alles kontrollieren. Du kannst Aufgaben abgeben, Zuständigkeiten delegieren, deine Mitarbeitenden loslassen. Vielleicht machen sie es anders, als du es machen oder erwarten würdest? Ist es deshalb schlechter? Wenn ja, musst du vielleicht das Ziel noch klarer darstellen.

„Gut genug“ ist kein Kompromiss. Es ist die Voraussetzung dafür, dass du handlungsfähig bleibst.
Wenn du deine Energie nicht in den letzten Prozent Perfektion steckst, bleibt Raum für Klarheit, für Kreativität aus dem Team. Und für dich.


Phase 7 für Führungskräfte heißt: Haltung zeigen

Haltung heißt: dich nicht von Erwartungen beugen lassen. Deine Linie halten, auch wenn andere meinen, du müsstest „mehr“ oder „anders“. Wenn du innerlich gerade stehst, brauchst du keine Perfektion. Dann reicht dein authentisches, konzentriertes Tun.

Was heißt das für dich als Soloselbstständige?

Gerade als Selbstständige ist die Gefahr groß, in der Perfektionsfalle zu landen. Du bist dein eigener Maßstab und oft deine strengste Kritikerin. Denn nur du weisst, was noch sein könnte, was du noch gerne hättest / anbieten würdest, was aber nicht der Fall ist. Deine Kundschaft weiss das nicht!


Deswegeb gilt: Perfektion ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Bremsklotz.

  • Viele Projekte bleiben stecken, weil sie „noch nicht ganz fertig“ sind.
  • Viele Ideen verstauben, weil sie „noch nicht perfekt“ sind.

Aber du lernst erst, wenn du ins Tun kommst.

„Gut genug“ heißt nicht, dass du dich mit Mittelmaß zufriedengibst.
Es heißt, dass du erkennst, wann etwas reif genug ist, um es in die Welt zu bringen.

Dabei brauchst du dir von niemandem sagen lassen, wie du dein Business zu führen hast. Denn du weißt am besten, was zu dir passt, was sich stimmig anfühlt und wie du arbeiten willst und kannst.
Andere können Impulse geben aber der Kompass bleibt deiner.

Phase 7 für Soloselbständige heißt: Löse dich von (vermeintlichen) Erwartungen anderer.

Selbstvertrauen heißt, zu deinen Ergebnissen zu stehen. Dich nicht kleinzumachen, weil du glaubst, da ginge noch mehr. Sondern zu sagen: Jetzt ist gut und gut ist gut genug.

Denn jede Erfahrung bringt dich weiter. Nicht die Perfektion, sondern das Tun.

Artemis weiß:

Nur wenn du die Sehne loslässt, kann der Pfeil das Ziel erreichen. Das Ziel triffst du nicht, weil du alles kontrollierst, sondern weil du weißt, wann es Zeit ist, loszulassen


Wenn du lernen möchtest, Perfektion loszulassen und deiner Intuition wieder mehr Raum zu geben, begleite ich dich gern ein Stück auf deinem Weg. Lass es mich einfach wissen.