DieZielphasenmethode (ZPM)
Du hast ein Ziel und trotzdem kommst du nicht wirklich voran.
- Mal fehlt die Klarheit.
- Mal der Fokus.
- Mal verlierst du unterwegs die Energie.
Das Problem ist selten das Ziel, meistens ist es der Weg dorthin. Hier setzt die Zielphasenmethode an. Sie überträgt den Ablauf eines Bogenschusses auf deinen Weg zum Ziel. Denn Volltreffer entstehen meist nicht zufällig, sondern Schritt für Schritt.
Wenn du die Schritte verstehst und spürst, ob sie sitzen oder ob einer davon noch nicht zielführend ist
- merkst du, ob du klar bist.
- nimmst du wahr, wenn dein Fokus kippt
- erkennst du, an welcher Stelle du dich selbst ausbremst.
So wird aus „ich weiß eigentlich, wie es geht“ ein „ich kann es abrufen, wenn es darauf ankommt.“

Die 9 Phasen im Detail
0 – Ziel: Kein klares Ziel, kein Treffer. Ohne klare Ausrichtung bringt dir der beste Plan nichts.
Das bedeutet, du grenzt dein Ziel so klar ab wie den gelben Kreis auf der Zielscheibe.
P1 – Sicherheit: Du zielst nicht, wenn die Bahn nicht frei ist. Bevor du loslegst, klärst du die Voraussetzungen.
Das bedeutet, du stellst sicher, dass dein Ziel erreichbar und dass der Weg dorthin frei ist.
P2 – Ausgangspunkt: Wenn du jedes Mal woanders startest, weißt du nie, was wirklich funktioniert hat.
Das bedeutet, du schaffst dir einen klaren Ausgangspunkt, von dem aus du handelst.
P3 – Haltung: Wenn du nicht aufrecht bist, fehlt dir Stabilität. Wenn du nicht aufrichtig bist, fehlt dir Klarheit. Beides zeigt sich sofort.
Das bedeutet, du zeigst Haltung indem du dich körperlich aufrichtest und dir selbst und anderen gegenüber aufrichtig bist.
P4 – Fokus: Du erreichst das Ziel nur, wenn du alles andere ausblendest. Ablenkung kostet dich Präzision.
Das bedeutet, du hältst deinen Fokus und lässt alles andere bewusst draußen.
P5 – Energie: Das rechte Maß macht’s.
Zu wenig Spannung – du bleibst unter deinen Möglichkeiten.
Zu viel Spannung – du verlierst die Kontrolle.
Das bedeutet, du setzt deine Energie voll ein, ohne dich zu verausgaben.
P6 – Anker: Der Anker hält dich an Ort und Stelle. Er verhindert, dass du dich verlierst, und gibt dir einen Fixpunkt, auf den du jederzeit zurückgreifen kannst.
Das bedeutet, du schaffst dir einen Bezugspunkt, der dich auf Position hält.
P7 – Loslassen: Du hast alles getan, was du tun kannst. Wenn du weiter festhältst, wird es nicht besser, nur anstrengender.
Das bedeutet, du gibst die Kontrolle ab, zielsicher und bewusst.
P8 – Wahrnehmen: Wer sofort zum nächsten Versuch übergeht, vergibt eine wichtige Lernchance. Nur wenn du hinschaust, erkennst du, ob geplantes und erzieltes Ergebnis zusammenpassen und wo die Abweichung liegt.
Das bedeutet, du schaust genau hin, bevor du den nächsten Versuch startest.
P9 – Reset: Du atmest einmal bewusst durch. Du lässt los, was war, und gehst nicht mit Altlasten in den nächsten Versuch.
Das bedeutet, du machst einen klaren Schnitt, bevor du neu ansetzt.
Jetzt hast du den Zyklus einmal durchlaufen. Du hast erlebt, was funktioniert hat und was nicht. Nimm das mit in den nächsten Durchlauf.
Beim Bogenschießen heißt es:
Mach jeden Schuss zu deinem ersten.
Du willst wissen, wie das im Alltag aussieht?
Im Blog zeige ich dir jede Phase im Detail – mit Beispielen aus dem Arbeitsleben.

